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10 einfache Tipps für entspanntes Zelten

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Auf unserem Campingtrip letztes Wochenende ist es mir wieder aufgefallen: angenehmes, stressfreies Campen erfordert einiges an Wissen und Organisation. Der Fotograf und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Für alle Camp-Neulinge und die, die ihr Zelt-Abenteuer bis jetzt noch nicht so richtig genießen konnten, hier die wichtigsten Tipps für einen entspannten Campingurlaub:

Das richtige Zelt

Vielleicht hast du dich im Outdoorladen einschüchtern lassen, vielleicht fragst du dich auch ob das kleine günstige Zelt vom Discounter ausreicht. Dies sind die 3 Dinge, die du beim Zeltkauf beachten musst:

Wasserdurchlässigkeit

kein Campingurlaub macht Spaß, wenn du mitten in der Nacht im Gewittersturm mit Wäscheklammern alte Plastiktüten an den undichten Stellen deines Zeltes befestigst (ja, das ist mir tatsächlich passiert!).

Ein wasserdichtes Zelt sollte also her. Laut DIN Norm reichen 1500mm Wassersäule aus, ich würde eher zu mindestens 3000mm raten. Mein eigenes Zelt hat 6000mm und hält wunderbar dicht.

Aber: So wasserdicht dein Zelt auch ist, wenn du es nicht richtig aufbaust, liegst du trotzdem beim nächsten Regen im Nassen. Sollte Regenwetter drohen, sorge dafür, dass das Außenzelt gut gespannt ist und das Innenzelt an keiner Stelle berührt und auch nicht berühren wird, wenn sich nach längerem Regen Pfützen auf der Plane bilden.

Gewicht und Platz

Auf welche Reisen willst du dein Zelt mitnehmen? Für Wander- und Radreisen spielen Gewicht und Volumen eine große Rolle. Wenn du mit dem Auto unterwegs sein wirst, kannst du dir etwas mehr Komfort gönnen.

Wie viele Personen sollen in deinem Zelt Platz finden? Wieviel Gepäck wirst du in der Regel dabei haben? Willst du dein Gepäck im Vorzelt lagern können? Willst du im Vorzelt sitzen können? Das sind alles Fragen mit denen du dich vor dem Zeltkauf beschäftigen solltest. Ein Zelt ist eine Anschaffung von der du im besten Fall jahrelang profitierst, es lohnt sich also nach einem Zelt zu suchen, was alle aktuellen und potenziellen Bedürfnisse befriedigen kann.

Mein Zelt ist z.B. ein Dreimannzelt, in dem man zu zweit viel Platz hat und auch bei Bedarf das gesamte Gepäck mit unterbringen kann, trotzdem ist es sehr leicht und lässt sich auch im Wanderrucksack oder auf dem Fahrrad gut transportieren.

der richtige Ort

Du hast das perfekte Zelt und bist auf dem Zeltplatz angekommen. Wo ist nun der beste Platz? Worauf muss man vor dem Zeltaufbau achten?

Der Untergrund

Sieh dir den Untergrund genau an. Sind Maulwurfshügel in der Nähe? Maulwürfe sind nachtaktiv und können dir den Schaf rauben, wenn sie unter dem Zelt zu graben beginnen.

Sammle vor dem Zeltaufbau Steinchen, Tannenzapfen und Äste weg. Suche den Untergrund gründlich ab. Spitze Gegenstände sind nicht nur unbequem, wenn man darauf liegt, sie können auch den Zeltboden beschädigen.

Wenn das Gelände uneben oder abschüssig ist, vermeide es in einer Mulde oder Talsole zu zelten – hier sammelt sich das Wasser, wenn es regnet.

Sonne und Schatten 

Orientiere dich vor dem Zeltaufbau und überlege dir ob und wann dein Zelt in der Sonne oder im Schatten stehen soll. Es ist anstrengend jeden Tag um 6 aufstehen zu müssen, weil das Zelt in der prallen Sonne steht und einer Sauna gleicht. Genau so unangenehm ist es aber, im kühlen Schatten frühstücken zu müssen. Wann und ob du dein Zelt der Sonne aussetzen möchtest hängt natürlich sehr von dem Land in dem du dich befindest ab. In heißen Ländern ist es übrigens viel Wert ein Zelt zu besitzen, dessen äußere Plane man komplett abnehmen kann.

Die Nachbarn

Sind Nachbarn, Spielplätze oder Toiletten  in der Nähe? Möchtest du eher Leute kennenlernen oder deine Ruhe haben? Überlege dir vor dem Zeltaufbau wo die Öffnung und damit wahrscheinlich auch dein häufigster Aufenthaltsort sein soll.

Schuhe aus!

Betrete niemals, ich wiederhole niemals, dein Zelt mit Schuhen an den Füßen! Nichts ist schlimmer als ein dreckiges sandiges oder womöglich feuchtes Zelt! Nimm Schlappen oder Flip Flops mit, damit du nicht jedesmal umständlich Schnürsenkel auf- und zubinden musst.

Taschenlampe am gleichen Ort

Auf den meisten Zeltplätzen ist es Nachts sehr dunkel. Du brauchst also unbedingt eine Taschenlampe um dich im Zelt und auf dem Platz zurechtzufinden. Ich empfehle dir eine Stirnlampe, so hast du die Hände frei. Gewöhne dir an, die Lampe immer am gleichen Ort aufzubewahren. Du fängst meistens erst dann an danach zu suchen, wenn du sie brauchst, sprich, wenn es dunkel ist.

Licht aus!

Mach nie nie nie das Licht im Zelt an ohne vorher den Reißverschluss geschlossen zu haben! Mücken können dir den Campingurlaub absolut verderben!

Gepäck von der Wand weg

Achte im Zelt darauf, dass du deine Gegenstände nicht zu dicht an der Zeltwand platzierst. Wenn es regnet und das Außenzelt schwer wird, das Innenzelt aber nach außen ausgebeult ist, liegst du, sobald sich die beiden Planen berühren im Nullkommannix im Nassen und kannst nichts dagegen tun.

Kissen

Nimm in kleines Kissen mit in den Campingurlaub! Glaub mir, ein Kissen lässt dich tausendmal besser schlafen. Nein, ein zusammengerollter Pullover ist nicht das Gleiche!

Ohropax

Letztes Wochenende habe ich sie mal wieder vergessen und hätte den Typen fast erwürgt, der mitten in der Nacht im Nachbarzelt kichernd Youtube-Video anschaute. Zeltwände sind dünn. Man hört alles. ALLES!

Ordnung halten

Nicht nur die Taschenlampe, auch alles andere sollte seinen festen Platz bekommen. Ein Zelt ist ein sehr sehr kleines Haus, das sehr sehr schnell in Bergen von Klamotten, Schlafsäcken, Essensvorräten und Gepäckstücken versinkt. Ständiges Suchen verursacht nur noch mehr Unordnung und macht außerdem schlechte Laune.

Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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2 Comments

  • Reply Inga 26. Mai 2015 at 12:30

    Außenzelt muss als erstes aufgebaut und als letztes abgebaut werden können. Bei Regen als erstes das Innenzelt aufzubauen ist blöd.
    Das Innenzelt muss eine helle, freundliche Farbe haben- gelb oder orange oder so. Augen aufmachen und Farbe sehen.
    Am Fußteil muss soviel Platz zum Innenzelt sein, dass der Schlafsack mit Inhalt (also Füßen) nicht gegen das Innenzelt kommt (morgens alles nass vom Kondenswasser).
    Und Sitzhöhe ist ein ABSOLUTES muss.

    • Reply Sophia 27. Mai 2015 at 15:51

      Super Ergänzungen, vielen Dank Inga!

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